Starkes Rennen für die Gladbecker Anschieberin Kira Lipperheide beim 6. Bob-Weltcup, der gleichzeitig als Europameisterschaft im Zweierbob der Frauen im traditionsreichen St. Moritz ausgetragen wurde. Auf der anspruchsvollen Natureisbahn präsentierte sich das Duo Lipperheide / Pilotin Lisa Buckwitz in ausgezeichneter Verfassung und überzeugte insbesondere mit seiner enormen Startstärke.
Mit der schnellsten Startzeit im ersten Lauf und der zweitschnellsten im zweiten Lauf gehörten die beiden erneut zu den besten Anschub-Duos im Feld. Dennoch fehlte am Ende bei der Europameisterschaft nur wenig zum Sprung auf das Podest. Platz vier bedeutete knapp vorbei an der Bronzemedaille, im Weltcup-Klassement landeten Buckwitz und Lipperheide auf dem fünften Rang.
Für Kira Lipperheide war es zugleich eine Premiere:
„Mein erstes Rennen in St. Moritz, das war super cool. Die Bahn ist top, das Wetter ist top, die Leute sind top, unsere Fahrten waren top. Es war so ein spannendes Rennen, einfach unfassbar.“ Auch die Starts ordnete die Gladbeckerin positiv ein:
„Es waren auf jeden Fall gute Startzeiten. Wie die Lisa schon gesagt hat, es macht einfach so viel Spaß hier zu fahren. Und das nimmt man mit, egal wie es am Ende ausgeht.“
Entscheidend für den minimalen Rückstand auf die Medaillenränge war ein Zwischenfall im zweiten Lauf. Nach der Passage des „Horse-Shoe“ öffnete sich bei Pilotin Lisa Buckwitz das Visier.
„Es hat eigentlich mal wieder super viel Spaß gemacht, es ist immer wieder schön, hier zu fahren. Mein Visier war nach dem Horse-Shoe offen, deswegen habe ich dann bei 140 km/h nicht mehr so viel gesehen. Das ist natürlich sehr ärgerlich, auch für Kira letztlich nicht schön, auch wegen ein paar blauer Flecken“, erklärte Buckwitz nach dem Rennen.
Trotz dieses unglücklichen Moments überwiegt im Lager der Blauhemden das Positive. Die erneut herausragenden Startzeiten unterstreichen eindrucksvoll die internationale Klasse der Gladbecker Anschieberin und lassen mit Blick auf die kommenden Weltcup-Rennen weiter hoffen.